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Franz Körndle studierte ab 1980 in München Musikwissenschaft, Mittelalterliche Geschichte und Kunstgeschichte.
1990 wurde er promoviert und 1997 habilitiert. Seit 1985 war er Assistent am musikwissenschaftlichen Institut in München. Vertretungen führten ihn nach Tübingen, Regensburg und Augsburg. 2001 wurde er Hochschuldozent an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
2010 folgte er einem Ruf an die Universität Augsburg, wo er als Professor für Musikwissenschaft wirkt. Von 2012 bis 2014 leitete er dort auch das Leopold-Mozart-Zentrum.
Seit 2007 ist er Gesellschafter des Greifenberger Instituts.
Das Spektrum seiner Veröffentlichungen reicht vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, wobei die Musik der Renaissance und Clavierinstrumente einen Schwerpunkt darstellen. Ein besonderes Interesse gilt Orgeln, die nicht mehr existieren.
„Franz Liszt – Klaviererneuerer oder Klavierzerstörer“
Schon früh bildeten sich um das Klavierspiel von Franz Liszt und die zeitgenössischen Instrumente teilweise bizarre Gerüchte. Nach Berichten von Besuchern und Kritikern seien aufgrund seines heftigen Spiels immer wieder Saiten gerissen, weshalb er sich mehrere Flügel auf die Bühne stellen und die Instrumente im Verlauf eines Konzerts nacheinander austauschen ließ.
Zeitgenössische Karikaturen zeigen Liszt dem entsprechend bei der Zerstörung von großen Konzertflügeln. Auf der anderen Seite wurde behauptet, bestimmte Kompositionen seien überhaupt nur mit der von der Firma Erard erfundenen Repetitionsmechanik spielbar.
Der Vortrag stellt die rasante Entwicklung des Klavierbaus im 19. Jahrhundert vor, um die entstandenen Mythen in ein neues Licht zu setzen.
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